Wasser ist Leben. Wir leben Wasser.

Geschichte

Die Ruhr fließt vom Sauerland aus am Südrand des Ruhrgebiets. Der Fluss dient als Transportweg, an vielen Stellen wird seine Wasserkraft genutzt und zahlreiche Wasserwerke entlang des Flusslaufes entnehmen Wasser, um daraus Trinkwasser zu produzieren.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts gewann die Ruhr hohe Bedeutung für die Trinkwasserversorgung. Die durch die Industrialisierung sprunghaft gewachsene Bevölkerung musste versorgt werden. Das alte Versorgungssystem mit Grundwasserbrunnen und Quellen reichte nicht mehr aus, zumal viele Brunnen durch den Bergbau versiegt waren. So wurden die Ruhr zur Lebensader des Reviers und die Emscher im Gegenzug zum "Abwassersammler" für die Region.


Seit Anfang des 20. Jahrhunderts setzen die Wasserwerke das Prinzip der künstlichen Grundwasseranreicherung zur Trinkwasserversorgung ein. Da die natürlich vorhandene Grundwassermenge nicht ausreicht, wird vorgereinigtes Wasser aus der Ruhr in den Untergrund versickert, um das Grundwasser anzureichern. Um den extrem schwankenden Wasserstand der Ruhr regulieren zu können, baute der Ruhrtalsperrenverein in diesem Zeitraum auch zahlreiche Talsperren im Einzugsgebiet der Ruhr. Die Talsperren speichern in regenreichen Zeiten Wasser und geben es in Trockenperioden in das Flusssystem ab. Diese Maßnahmen sichern einen ausreichenden Abfluss in der Ruhr und damit auch die Wasserversorgung in der Region.