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Bauarbeiten für drei weitere Fischaufstiegsanlagen bei WWW gestartet

„Nachdem die Wasserwerke Westfalen bereits 2011 eine Fischaufstiegsanlage am Stauwehr in Schwerte-Westhofen nachgerüstet haben, investieren wir nun rund 4 Millionen Euro an weiteren drei Standorten in die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit ”, erläutert Projektleiter Carsten Kirchner.

Der Bau der Fischaufstiegsanlagen in den Wasserwerken Hengsen (Schwerte-Geisecke) und Echthausen (Wickede) hat bereits begonnen. Seit Anfang Juni herrschen rege Bauaktivitäten an den Stauwehren dieser Standorte.  Die Wehre dienen neben der Wassergewinnung der Erzeugung elektrischen Stroms aus Wasserkraft. Der Startschuss für das Wasserwerk Villigst startet voraussichtlich im Herbst 2013. 

Die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit an den drei Wasserkraftanlagen entspricht den Zielen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Als Bauzeit sind für jede Anlage zehn Monate geplant, wobei eine Inbetriebnahme der Fischaufstiegsanlagen in Hengsen und Echthausen noch in diesem Jahr vorgesehen ist. Im Nachgang erfolgen noch Restarbeiten wie Geländemodellierungen. „Mit der Fertigstellung der Fischaufstiegsanlage in Schwerte-Villigst in 2014 stellen dann keines unserer Stauwehre mehr ein Hindernis für wandernde Fische dar”, freut sich Kirchner.

Die Fischaufstiegsanlagen werden gemäß den behördlichen Vorgaben als Schlitzpass gebaut. Ein Schlitzpass ist für die gesamte Gewässerfauna passierbar, d.h. auch die Wanderung von bodenlebenden Kleinstlebewesen wird sichergestellt. Am Standort Hengsen überwinden die Fische in 58 Becken auf einer ca. 180 Meter langen Strecke eine Höhendifferenz von 6,18 Metern. Ähnliche Verhältnisse liegen am Standort Echthausen vor: Hier bewältigen die Fische auf einer ca. 180 Meter langen Strecke über 47 Becken eine Höhendifferenz von 5,76 Metern.

Wasserkraftanlagen an Wehren in Fließgewässern leisten einen Beitrag zur umweltfreundlichen, regenerativen Energiegewinnung. Für Fische bedeuten Querbauwerke in einem Fluss allerdings häufig das Ende ihrer Reise. Neben den bekannten Wanderfischen wie Aal und Lachs unternehmen auch zahlreiche andere Fischarten Wanderungen im Gewässersystem. Fisch- aufstiegsanlagen, wie sie an den Stauwehren der Wasserwerke Westfalen nun errichtet werden, ermöglichen den Fischen trotz dieser Hindernisse Wanderungsbewegungen zu ihren Laich-, Aufzucht- und Nahrungsgebieten.

Info: Die von den Wasserwerken Westfalen betriebenen fünf Laufwasserkraftwerke stammen aus den Jahren 1922 (Westhofen), 1937 (Hengsen), 1942 (Echthausen), 1961 (Villigst) und 2008 (Fröndenberg). Das Stauwehr in Fröndenberg ist bereits seit dem Jahr 2000 mit einem Fischpass ausgestattet.